1. Mai 2014

Rhabarber-Erdbeer Tiramisu

Kulinarisch gesehen, bietet der Frühling einige Schätze. Neben Bärlauch und Spargel hat auch Rhabarber Hochsaison. Als Kind war ich von diesem Gemüse (ja, das ist richtig, Rhabarber zählt zu Gemüse) nicht sehr begeistert. Doch mittlerweile warte ich regelrecht auf Rhabarber und probiere neue Rezepte.

Rhabarber hat in Europa relativ kurze Geschichte. Er stammt aus Himalaja und nach Europa kam er erst ab dem 16.Jahrhundert. Neben viel Wasser und Vitamin C ist er reich an Ballaststoffen und Minalstoffen. Außer Kalium, Calzium, Phosphfor und  Magnesium enthält er auch Eisen und es wäre äußerst "barbarisch" ihn unbemerkt im Supermarktregal liegen zu lassen :)

 

Rhabarber gehört zu Pflanzen, die viel Oxalsäure enthalten. Die steckt vor allem in Blättern und unter der Schale. Deshalb wird Rhabarber auch geschält und empfohlen gekocht zu verzehren. Ungekochter Rhabarber kann abführend wirken und außerdem greift die Oxalsäure den Zahnschmelz an. Deshalb auch das pelzige Gefühl auf den Zähnen, wenn man in rohen Rhabarber beißt ;)

Aus diesen sauren Stängeln könnt ihr Kompott, Konfitüre, Kuchen und andere leckere Süßspeisen zubereiten. Überraschenderweise schmeckt Rhabarber Chutney auch zum guten Stück Fleisch. Für mich ist die Kombination von süß und sauer sehr verführerisch. Leider Gottes kann ich den Rest meiner Familie für Rhabarber nicht begeistern, deshalb werden auch mal Freundinen zum Kaffee und Kuchen eingeladen.

Vorgestern hatte ich wieder eine meiner Blitzideen gehabt und so kam mir der Gedanke Rhabarber Tiramisu zu machen. Für mehr Farbe habe ich Erdbeeren genommen.

Hier die Zutaten für eine Auflauform mit ca 20x30 cm.

Rhabarberkompott:

400g Rhabarber
60g Zucker
15g Speisestärke
100-150g Wasser

 

Als erstes entfernt man die Blätter- und Wurzelansätze und wäscht die Stangen gründlich. Dann werden sie von unten nach oben geschält und in etwa 3cm große Stücke geschnitten. Rhabarberstücke in den Topf geben, Zucker und Wasser zugeben und zugedeckt etwa 5 Minuten köcheln lassen. Speiserstärke mit etwas Wasser gut verrühren und zum Rhabarber geben, das macht den Kompott dicker. Jetzt abkühlen lassen.

Für mein Tiramisu habe ich, wie schon erwähnt, Erdbeeren wegen der schönen roten Farbe genommen. Dazu einfach etwa 150g Erdbeeren mit 1 EL Zucker pürieren und dann unter den abgekühlen Kompott mischen.

Für das Tiramisu braucht ihr noch:

200g Löffelbisquits
etwas Gran Marnier
500g Mascarpone
400g Schlagsahne
etwas Zucker (je nach Geschmack)
etwa 1 EL Zitronensaft
und 1 TL abgeriebe Zitronenschale

ein Paar Erdbeeren als Deko
gehackte Pistazien

Schlagsahne steif schlagen und unter die Mascarpone rühren. Mit Zucker und Zitrone abschmecken. Das überlasse ich euren Geschmackknospen. Nun wird geschichtet. Zuerst die Bisquits in die Auflaufform geben, mit etwas Gran Marnier beträufeln. Dann mit Mascarpone bedecken und glatt streichen. Nun folgt der Rhabarber-Erdbeeren Kompott. Dann wieder Löffelbiquits, Gran Marnier und Mascarponecreme.

Ich habe nur zwei Löffelbisquits-Schichten gemacht, weil mehr in meine Auflauform leider nicht rein passt. Deshalb ist mir auch aus der angegebene Menge etwa 100g Mascarponecreme und etwa die Hälfte Rhabarberkompott übriggeblieben. Das könnt ihr aber auch in die Gläschen schichten, oder das Kompott für den Joghurt zum Frühstück aubewahren. Das wäre auch nach meinem Geschmack ;) Falls ihr eine tiefere Auflaufform habt, könnt ihr natürlich mehr Schichten machen. Wichtig ist, mit Löffelbisquits anfangen und mit Mascarponecreme aufhören.


Nun wird das Tiramisu gekühlt, am besten über Nacht.Vor dem Servieren nur noch mit frischen Erdbeeren und gehackten Pistazien garnieren.

Falls ihr mehr Rhabarber kauft, als ihr braucht, könnt ihr geschälte, geschnittene Stücke auch einfrieren. So halten sie bis zu einem Jahr. Ein frischer Rhabarber, in ein feuchtes Tuch gewickelt, bleibt etwa eine Woche im Kühschrank frisch.

Ich wünsche euch einen schönen Abend und denkt dran! Sauer macht lustig :)


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